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Aktuelles - September 2017

Gold und Bronze in Taipeh

Ein jubelndes Publikum, fünf Kilometer Strecke und ein „goldenes“ Ziel: Beim 5.000-Meter-Lauf der 29. Sommer-Universiade in Taipeh lieferten sich 17 Hochschulsportlerinnen aus aller Welt ein Rennen ums Edelmetall. Dominiert wurde der Wettkampf von zwei Britinnen und einer Kanadierin sowie einer Studentin der FernUniversität in Hagen: der 24-jährigen Hanna Klein. Das Feld der Favoritinnen war stark – doch gegen den Schlussspurt der Deutschen kam keine an. Auf den letzten 200 Metern ließ Hanna Klein alle hinter sich und sprintete nach 15 Minuten und 45,28 Sekunden als Erste durchs Ziel. Die FernUniversität gratuliert der Psychologiestudentin zur Goldmedaille!

Gratulationen gehen auch an Maike Ziech, die sich ihre Medaille regelrecht „errungen“ hat: Beim Judo in der weiblichen Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm entschied die Kampfsportlerin drei von vier Begegnungen für sich und gewann Bronze – nach langer Zwangspause eine besonders starke Leistung: „Ich war anderthalb Jahre aus dem Wettkampfgeschehen raus, da ich mir letztes Jahr den Meniskus, das Innenband und das Kreuzband gerissen habe. Ich bin Mitglied der Nationalmannschaft und die Universiade war für mich quasi mein Comeback auf die internationale Matte.“

Maike Ziech lächelnd im Judo-Anzug, mit Bronzemedaille um den Hals
Wieder in Bestform: Nach langem verletzungsbedingten Ausfall ist Maike Ziech die medaillenträchtige Rückkehr ins Wettkampfgeschehen gelungen. (Foto: adh/Arndt Falter)

Eine so vielversprechende Rückkehr in den Leistungssport ist keine Selbstverständlichkeit – umso größer ist die Freude der 23-jährigen Judoka: „Wenn man so lange raus ist, weiß man wirklich nie, wie stark und vor allem schnell man an seine alte Leistung anknüpfen kann. Daher war ich wirklich super glücklich, auf dem Podest zu stehen.“

Nicht nur im Sport zeigt sich die Medaillengewinnerin aus Hürth ehrgeizig: Seit dem Sommersemester 2017 arbeitet Maike Ziech gleichsam an ihrem „Schwarzen Gürtel“ im Bachelorstudiengang Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Soziologie an der FernUniversität.

Gute Leistungen, knappe Niederlagen

FernUni-Power steckte auch im deutschen Team der Basketballer: Mit Jonas Grof, Stefan Ilzhöfer und Maximilian Ugrai flogen gleich drei FernUni-Studierende mit nach Taipeh. Erst lief es wie am Schnürchen für die Mannschaft – fünf Siege in Folge! Ausgerechnet eine Niederlage zu Beginn der K.O.-Phase gegen Lettland brachte die Sportler jedoch um die erhoffte Medaillenplatzierung. Bei den anschließenden Spielen um die Plätze fünf bis acht gaben die Deutschen trotzdem noch einmal alles und sicherten sich nach einer wendungsreichen Partie gegen Israel den fünften Platz.

Auch für Anjuli Knäsche reichte es nach ihrem Einzug ins Finale leider nicht für eine Platzierung auf dem Siegertreppchen. Mit 4,20 Metern im Stabhochsprung wurde die FernUni-Studentin Sechste.

Zur 29. Sommer-Universiade fanden sich rund 9.000 Hochschulsportlerinnen und Hochschulsportler aus 170 Ländern auf Taiwan zusammen. Auf dem Programm standen nicht nur klassische olympische Sportarten wie Leichtathletik oder Geräteturnen, sondern auch neuere, zum Beispiel Golf oder die auf Inlineskates ausgetragenen „Rollersports“. Auch Mannschaftsspiele, etwa Fußball oder Wasserball, begeisterten Zuschauende in allen Teilen der Erde: Weltweit übertrugen über hundert Fernsehsender die Wettkämpfe. Allein aus Deutschland reisten 126 Athletinnen und Athleten zur Universiade, sechs von ihnen studieren an der FernUniversität.

Benedikt Reuse | 05.09.2017
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